In letzter Zeit ist zu beobachten, dass die Installationsprogramme von heruntergeladener Freeware oftmals mit Schadsoftware einhergehen.
Immer mehr Freeware-Programmierer bzw. Downloadportale bündeln solche Programme an ihre Gratis-Tools, um Geld mit ihrer Software zu verdienen. Während das natürlich prinzipiell nicht verwerflich ist, gilt dies für die Praxis leider nicht: In aller Regel werden die Werbeprogramme automatisch auf dem Windows-PC installiert, wenn das Installationsprogramm ausgeführt wird. Hier bilden auch namhafte Portale (z.B. CHIP) keine Ausnahme.

Zwar bieten einige Setup-Programme die Möglichkeit an, die gebündelte Werbesoftware per Häkchen zu entfernen. Standardmäßig ist diese aber immer häufiger aktiviert. Ein bekanntes und trauriges Beispiel dafür, ist das Installationsprogramm von Oracles Java-SDK, das nach wie vor für viele Programme benötigt wird. Der Java-Updater versucht nicht nur bei der ersten Installation, sondern auch bei JEDEM Update die unsägliche Ask-Toolbar oder ähnliches auf dem Rechner zu installieren. Diese Toolbars „müllen“ den Browser zu und die Standardsuchmaschine wird verändert. Danach werden Ihre Suchanfragen bzw. die Ergebnisse fehlgeleitet.
Andere unerwünschte Schadsoftware lähmt Ihren PC, lädt im Hintergrund Werbeeinblendungen, Viren etc.
Ein noch perfideres Beispiel für untergeschobene Werbetools, lieferte kürzlich der beliebte BitTorrent-Client uTorrent, der seinen User bei einem Update einen BitCoin-Miner untergeschoben hat. Dieser missbrauchte nicht nur die PCs der uTorrent-Nutzer, er bremste die Rechner auch aus.

Die Art der Schadsoftware ist so mannigfaltig, wie die fragwürdigen Downloadmöglichkeiten. Derzeit kann man davon ausgehen, dass bereits 50% der Downloads mit Schadsoftware versehen sind.